Nordrhein-Westfälischer Iaido Verband e.V.

Landesfachverband für die japanische Schwertkunst Iaido

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Ziel

Im Budo nimmt das Iaido eine besondere Stellung ein, da sich hier der im Bu-Do anklingende Gegensatz zwischen "Kampf" und "Weg" besonders deutlich im Training widerspiegelt und nicht durch vielzählige Übungsformen (Shiai – Wettkampf im Kendo, Randori – freier Kampf -, Kumite – Partnertraining) beeinflusst wird. Daher hat Iaido bis heute seine traditionellen Wurzeln erhalten und erschließt sich oft nicht auf den ersten Blick.

  • Bu, steht für Militär oder Kampf und entstammt dem Überlebenskampf der Samurai (japanischen Krieger) auf den Schlachtfeldern oder später im "Polizeidienst".
  • Do entstammt den Einflüssen des Buddhismus und der "Nicht-Zweckgebundenheit" des eigenen Handelns.

Heute wird Budo oft mit der Haltung des "Nichtkämpfens" erklärt. Besser wäre es jedoch beiden Begriffen mehr Klarheit in der Übersetzung zu lassen. Budo erhebt den Anspruch, durch die Kampferprobtheit in der Auseinandersetzung mit Körper, Geist, Waffe, Taktik, Gegner und vielen anderen Aspekten, zur Entdeckung des eigenen Wesens zu befähigen. Auf diesem Weg - im Kampf mit den ungefestigten Aspekten unseres Selbst - müssen wir uns nicht mehr gegen Andere behaupten: der Kampf gegen uns Selbst....

Das Ziel beim Üben von Iaido ist, sich auf die exakte und sichere Ausführung der Kata zu konzentrieren und dabei die innere und äußere Haltung zu harmonisieren. Ursprünglich wurden die vielfältigen Formen geübt, um körperlich jeder Gefechtssituation gewachsen zu sein und angemessen zu reagieren. Später wurde gelehrt, dass die Meisterschaft erreicht wäre, wenn man die Situation gewinnt - ohne das Schwert zu ziehen. Das erfordert eine große Bereitschaft, einen erfahrenen Lehrer und anhaltendes Bemühen.



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. Februar 2011 um 13:09 Uhr