Nordrhein-Westfälischer Iaido Verband e.V.

Landesfachverband für die japanische Schwertkunst Iaido

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Ausrüstung

Die traditionelle Kleidung im Iaido besteht aus Hakama ("Hosenrock"), Keikogi ("Trainingsjacke") und Obi (Gürtel von ca. 380 cm Länge).
Die Kleidung ist schlicht und i.d.R. schwarz oder blau, manchmal auch weiß. Es gibt kein erkennbares Rangsystem (z.B. farbige Gürtel).
Im Training können bzw. sollten Knieschoner getragen werden. Schmuck ist vor dem Training abzulegen. Im Winter können mehrere Keikogi übereinander, oder zusätzlich ein Shitagi (Unterjacke) getragen werden. Auf dem Weg zum Dojo (aus der Umkleide) dienen Zori (Sandalen) als Fußbekleidung. Bei offiziellen Anlässen und zu Prüfungen und Vorführungen ab Rokudan (6. Grad) werden Montsuki (zeremonielle Jacke mit weiten Ärmeln und fünf Wappen) und Tabi (Schuhe) getragen. Ein Fukuro, kleine Tasche die über einen Kordelzug geschlossen wird, dient zur Unterbringung von privaten Utensilien und Wertsachen während des Trainings. Früher wurden solche Beutel an der Kleidung befestigt, heute werden sie neben der Schwerttasche am Rand der Trainingsfläche platziert. Zur vollständigen Ausrüstung gehört auch eine Tasche zum Transport von Bokken oder/und Iaito.

Das Bokken ist mit einer Tsuba (Stichblatt) versehen und evtl. mit einem Gummiring, um die Tsuba zu fixieren. Empfehlenswert sind Bokken aus weißer japanischer Eiche (ca. 50 Euro) da hier die Gewichtung ausgewogener ist als bei "günstigen" Roteiche-Stöcken (Taiwan Importe). Während das Bokken beim Iaido i.d.R. eine Gesamtlänge von 101 cm hat, ist die Klingenlänge beim Iaito von der Größe und vor allem der Armlänge des Übenden in Relation zur Oberkörperlänge wichtig.

Mit steigender technischer Fertigkeit (Sayabiki/Sayabanare, Bewegung der Saya beim/nach dem Ziehen der Klinge) kann sich die angemessene Länge erheblich vergrößern.

Die Entscheidung über die passende Schwertlänge und überhaupt die Auswahl eines für das Iaido geeigneten Schwertes, sollte daher immer in Absprache mit einem erfahrenen Übungsleiter/Lehrer getroffen werden!

Zu bedenken ist auch, dass ein Iaito nicht als Sportgerät betrachtet werden sollte. Die Längenbestimmung, z.B. Auswahl gemäß einer Maßtabelle oder die Bestellung aus einem Katalog aufgrund einer Abbildung, entsprechen nicht der im Umgang mit dieser Waffe angestrebten Auseinandersetzung im Sinne des Iai-do.

Nicht zum Iaido geeignet sind Schwerter anderer Bauart (Tachi, Tai Chi-Schwerter, Ninja Schwerter [die nicht historisch sind!]), Shin-Gunto ("neue" Kriegsschwerter mit Metallgriff), Griffe mit Plastik Rochenhaut oder lockerer Griffwicklung (Zeichen für minderwertiges Material und schlechte Verarbeitung), Saya-Endungen mit Metallabschluss oder Iaitos die durch den Vorbesitzer verändert wurden (neuer Griff, Klinge geschliffen, usw.). Die Teilnahme an Trainingsangeboten des NRWIV und der angeschlossenen Mitgliedvereine ist nur mit ungeschliffenen Klingen (Iaito) gestattet!

Vor dem Training ist die Funktionstauglichkeit des Mekugi (Bambussplien der die Schwertangel im Griff befestigt) und des Iaito selbst zu überprüfen. Iaido wird in einem Dojo durch einen Sensei vermittelt und definiert sich nicht über das Bewegen von Formen.



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. Februar 2011 um 13:09 Uhr