Nordrhein-Westfälischer Iaido Verband e.V.

Landesfachverband für die japanische Schwertkunst Iaido

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Was ist Iaido?
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Bedeutung

Die Bedeutung der einzelnen Silben:

  • i bzw. iru, die erste Silbe, steht für anwesend sein, körperlich wie geistig,
  • ai (awaseru) bedeutet in diesem Kontext so viel wie sofortige Aktion und Reaktion, wann immer notwendig
  • do ist der Weg oder auch das Prinzip

Die reine Übersetzung weist also ausschließlich auf die Haltung des Übenden und nicht auf den Gebrauch des Schwerts hin. Erst in der Übersetzung des früher gebräuchlichen Namens; Batto-Jutsu - die Kunst das Schwert zu ziehen klingt an, dass Iaido in der Handhabung einer Waffe entstanden ist und bis heute praktiziert wird. Dabei ist die mentale Stärke entscheidend: im Moment des Ziehens liegt bereits der entscheidenden Vorteil, bzw muss eine wirksame Technik ausgeführt werden; der Kampf ist nur ein Moment. Aus dem Begriff Iaido lässt sich auf die Einwirkung des Buddhismus und des Zen schließen, auch hier geht es um das Bewusstsein und die Präsenz im Alltag. Ebenso finden sich Einflüsse des Konfuzianismus (chinesische Staatsreligion die das Tokugawa-System [1603 - 1868] formte) und der japanischen Urreligion, des Shintoismus. Die Verwendung des Schwertes im Iaido zeigt den Kontext in dem das Iaido entstanden ist, innerhalb der Kriegerschaft und der Machthabenden im Japan des 17. Jahrhundert. Das Schwert, und die damit verbundene (heute eher symbolische) Macht, über Leben und Tod zu entscheiden, war ein Privileg und förderte die Entwicklung einer Oberschicht. Nur den Samurai war es erlaubt Schwerter zu tragen (1588 Verbot des Waffenbesitzes für Bauern). Damit wurde das Schwert zum Statussymbol, Ausdruck der Familientradition (erblicher Samurai-Status), Beweis für Ehrhaftigkeit (Samurai-Kodex; Bushido, der Weg des Kriegers) und gleichsam auch für das "im Dienst stehen" (Samurai = dienen, aufwarten).



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. Februar 2011 um 13:09 Uhr